Freitag, 18. April 2014

Elbschifffahrtskapitän | Outfit



Das hier! Hatte ich heut an, beziehungsweise, nicht so richtig, ich hätte es eher gerne angehabt. Tatsächlich war es die meiste Zeit unter einem dicken Pulli versteckt. Zu dieser Jahreszeit neige ich dazu, die Temperaturen maßlos zu überschätzen. In meinem Kopf ist schon alles Blumenkränze, leichte Bräune, Maxiröcke und Bikinis im 50ies Stil. 
Zu dem Elbsegler (ich habe das mal gegoogelt, diese Hüte nennt man so) gibt es eine Anekdote. Eigentlich hatte ich nämlich schon letzte Woche in Hamburg vor gehabt, mir so eine Mütze zu kaufen, aber es kam nie dazu. Die aus den billigen Souveniershops am Hafen wollte ich natürlich nicht, wennschon sollte es eine richtige Hamburger Kappe sein und etwas, was nicht gerade nach dem dritten tragen auseinanderfällt. Ich stand schon vor dem kleinen Laden mit den Seemannspullovern und den Mänteln mit der doppelten Knopfreihe. Meine Kappe lag im Schaufenster, ein bisschen weiter im Hintergrund, hinter der blau-weißen Kapitänsmütze, die drei mal so teuer war. Dann hat meine Boutiquen-Phobie wieder zugeschlagen und dass war dann das. Ich gehe nie in Boutiquen, oder wenn nur dann, wenn viel los ist. Ich kann nicht mit der Verkäuferin alleine sein, ich fühle mich sofort unter Druck gesetzt, Sachen zu kaufen, die ich eigentlich nicht mag und die ich mir nicht leisten kann. Das ist vermutlich in den meisten Fällen Quatsch, ich war ja selbst schon Verkäuferin, aber ich mag es einfach nicht. Besonders wenn ich diesen niedlichen alten Damen, die einerseits nicht so richtig verstehen, was das junge Ding mit der Opimütze will, andererseits aber Geld verdienen möchten und total nett sind, das mir ihr Produkt nicht passt/ ich es mir doch nicht leisten kann. Der größte Teil von diesem Tick ist sicher paranoide Schüchternheit.
Also woher kommt die Kappe? Die Kappe hat mich gefunden, beziehungsweise mein Freund sie auf dem Altkleidercontainer. Ich hab sie natürlich gründlich gewaschen, aber ich bin sicher es war Schicksal und da habe ich sie adoptiert.

Top - H&M
Hose - American Apparel
Slipper - Tamaris
Söckchen - Asos


Dienstag, 15. April 2014

Das Land der Sticker | Eindrücke von Hamburg

Politik und Medien

Willkommen in Hamburg. Mir mir. Der schlechtesten Sightseeing-Fotografin aller Zeiten. Ich habe mich nämlich vor einiger Zeit entschlossen, zu versuchen, mir selbst ein bisschen filmen und schneiden beizubringen und habe die Gelegenheit genutzt und in Hamburg jede Menge kleiner Clips aufgenommen. Leider habe ich bei all dem filmen dann vergessen Fotos zu machen, bzw. meistens war ich einfach zu faul die Kamera rauszukramen, bei mir sind das nämlich noch ganz 2000andlatemäßig zwei verschiedene Geräte. Ob ich in der Lage sein werde daraus ein kohärentes Video zu basteln, ist bislang noch völlig unklar. Immerhin, die Outfitfotos habe ich noch hinbekommen. Lookbook und My Style Hit möchten ja schließlich auch gefüttert werden.

Das Land der Sticker, das diesen Blogpost benennt, ist übrigens St.Pauli, falls ihr das nicht schon erraten habt. Ich mag Sticker, also habe ich mich dort sehr wohl gefühlt. (Fährt sonst noch jemand auf das Geräusch ab, wenn man Sticker von der Folie abzieht? Nein?) Weil unser Hostel in St. Pauli war, (unschlagbare 13€ die Nacht - ain't nobody got money for fancy hotels) haben wir von diesem Stadtteil vergleichsweise viel gesehen. Man kann dort recht gut und günstig essen, fand ich, aber irgendwie lag auch ein Hauch von Gentrifizierung in der Luft. Fragt sich also wie lange noch.

Wie gute Touristen das eben so machen, haben wir sogar eine Stadtführung mitgemacht. Die Sandemans New Europe Tour hatten wir vorher schon in Edinburgh, Dublin und Amsterdam gemacht und sie hat sich jedes Mal gelohnt. Sie ist kostenlos, man gibt dem Guide am Ende einfach ein freiwilliges Trinkgeld und es gibt sie auf Englisch und Spanisch. In Hamburg hat uns ein Kalifornier herumgeführt, der schon seit seinem Studium in Deutschland lebt. Es war total interessant, auf Englisch und aus einer ganz anderen Perspektive etwas über eine deutsche Stadt zu lernen. "You know, Germans love their bureaucracy, so the moved the cabinet to retrieve the file and accidentally discovered a hidden room in the town hall."

Die Reeperbahn hat mich an den Ballermann erinnert. Nur kälter und irgendwie windiger. Außerdem hat sie zwei Straßenseiten, statt auf einer Seite Meer. Das Publikum zumindest ist unbestreitbar ähnlich. Beides ist eher nicht so mein Ding, also habe ich es auch nur knapp bis "nachts um halb eins" ausgehalten. Wäre die Reeperbahn noch so wie in diesem Video, hätte sie mir sicher besser gefallen. Vintage halt. Verdammte Hipster. Aber wie gesagt, ich bin ja ein guter Tourist. Been there, done that.

 Tag 1:
Mantel - Only
Schal - Vero Moda
Top - Vintage JOOP!
Hose - Asos
Sneaker - Adidas ZX

Öffentlicher-Personen-Nahverkehr - Auch eine ganz fremde Erfahrung


Tag 2:
Hut - Topshop
Shirt - Pretty Sucks
Jeans - Joni Jeans, Topshop

Warum ausgerechnet TLC? Hätte nicht lieber HBO nach Deutschland exportieren können?
Das Schiff im Hintergrund heißt wirklich Loth Lorien.
Tag 3:
Pulli - Urban Outfitters
Latzhose - New Look
Stiefel - Dr. Martens

Donnerstag, 10. April 2014

Bloggen on the go | Outfit

Ich bin total smart. Web 2.0. High-Speed,  Globalisierung, Datenautobahn. Diesen Blogeintrag hier schreibe ich nämlich gerade vom Handy aus. Für mich eine Premiere und ich habe auch noch keinen Schimmer, wie ich hier irgendein Layout hinkriegen soll. Außerdem wird mir schlecht. Wer im Auto also nicht lesen kann, der sollte auch nicht schreiben. Die nächste Frage wäre dann, ob mein winziges mobiles Datenvolumen hiermit nicht eher überfordert sein wird.
Ich befinde mich also auf dem Weg nach Hamburg, mein erster echter Urlaub seit 2012, glaube ich. Es regnet auch schon, zum ersten Mal seit Tagen. Genau wenn ich wegfahren will. War ja klar. Ich will aber nichts darüber hören im Frühling richtung Norden zu fahren, okay?!

Hut - Asos
Schal - Vero Moda
Top - Tauschbörse
Jeans - Vero Moda
Boots - New Look

Sonntag, 6. April 2014

Ein Abschied | Haarpost

Der "wallende Wickinger"
Wenn die Zeit kommt, dann weiß man es einfach. Ich habe mich von meinen taillenlangen Haaren verabschiedet. Seit Ende 2010 hatte ich meine Haare wachsen lassen und auf dem obersten Bild kann man erkennen, wie weit ich bis April 2014 gekommen bin. Leider hatte ich aber ziemlich früh beschlossen, mir die Haare etwas heller und rotbraun zu färben - und was passiert, wenn man seine Haare aufhellt, das ist ja allgemeint bekannt. Sie waren zwar nicht völlig kaputt, aber sie wollten leider auch keine glänzenden, sanften Wellen mehr werden. Nein, die Zeit für langes Metal-Wickinger-Wallehaar war vorbei. Zuletzt habe ich sie kaum noch offen getragen, weil sie immer ein bisschen strohig aussahen. Zu meiner Naturhaarfarbe bin ich zwar immer noch nicht zurückgekehrt, aber sie sind jetzt dunkler und ich muss sie zumindest nicht mehr bleichen. Zum Abschied habe ich aber eine Menge Fotos gemacht und Frisuren getragen, die ich in den nächsten Jahren nicht mehr tragen können werde. 

Das "blumenlose Blumenmädchen"
Meine ehemalige Lieblingsfrisur. So bekommt man alle Haare aus dem Gesicht und sieht ordentlicher aus als mit der klassischen Hipsterzwiebel. Außerdem muss man so nicht dauernd die Haare über die Schulter legen, um sich anzulehnen oder einen gefühlten Mopp aus dem Pulli oder den Schal rausziehen.
Die Kurzfassung: Das Haar über den Scheitel abteilen, dann auf einer Seite einen holländischen Zopf von der Stirn bis zum Nacken flechten, auf der anderen im Nacken anfangen und nach vorne felchten. Dann die beiden Zöpfe um den Kopf legen und feststecken. Fertig. 
Die "Khaleesi"
Nicht unbedingt alltagstauglich, es sei denn, man leitet hauptberuflich eine Reiterhorde oder so, aber mit so einer Frisur habe ich mich immer ziemlich episch gefühlt. Leider ist das Ganze recht zeitaufwendig, macht aber auch total Spaß. Das Tutorial findet man hier. Ich suche noch Freiwillige, an denen ich in Zukunft meinen Flechtzwang abreagieren kann.
Meine neue Haarpracht stelle ich dann im nächsten Outfitpost vor, noch habe ich keine ordentlichen Fotos davon gemacht. Auf meinem Instagram-Profil kann man sie aber schon sehen.

Montag, 31. März 2014

A Ring Thing | Outfit




Nagellack - Essie "angora cardi"

Was ich gerne tragen würde: super viele Ringe. Was ich nicht tragen kann: super viele Ringe. Ich habe diese Vorstellung, dass mehr Ringe mehr Coolness bedeuten, bestimmt schon, seit ich den ersten Fluch der Karibik-Teil gesehen habe und seitdem habe ich meine Meinung nicht mehr geändert. Ich will zwar kein unhygienischer, besoffener Pirat mehr sein (zumindest meistens) aber unnötig viel Nippes an den Fingern wirkt auf mich immer noch lässig-effortless-chic. Das Problem ist nur... es nervt so. Geht das noch jemandem so? Spätestens, wenn ich etwas schreiben will oder Geschirr abwaschen, habe ich keine Lust mehr, den Fingerschmuck anzulassen. Im Sommer fange ich damit gar nicht erst an, da schwitze ich zu viel und im Winter lasse ich es auch, unter meinen Stulpen und Handschuhen schwitze ich sonst zu viel. Wie behaltet ihr die an? Ich verstehe es einfach nicht.

Hut - Topshop Pork Pie (via Kleiderkreisel)
Top - H&M
Gürtel - Primark
Rock - Kleiderkreisel
Schuhe - Asos



Mittwoch, 19. März 2014

Used Look | Outfit

Normalerweise bin ich nicht besonders abenteuerlustig, ich bleibe lieber hinter meinem Computerbildschirm. Da ist es warm und gemütlich und ich muss nicht mit Menschen kommunizieren. Letzten Freitag habe ich mein Einsiedlertum notgedrungen verlassen, um einen Artikel über eine Kleidertauschparty zu schreiben. Im Nachhinein bin ich froh darüber. Auch wenn ich alleine dort war, hat es sich total gelohnt. Am Eingang habe ich ein paar alte Sachen abgegeben, die ich eigentlich hatte verkaufen wollen. Anschließend konnte man sich drinnen so viele Sachen aussuchen, wie man wollte. Ich habe etwa so viel mitgenommen, wie ich abgegeben hatte, auch wenn das nicht so vorgeschrieben war. Insgesamt habe ich sechs Teile mitgenommen, zwei Tops, zwei Kleider, eine Leggings und einen Schal. Ein Kleid habe ich weiterverschenkt, aber das Kleid in diesem Post ist auch von dort. Es ist von H&M und so gut wie neu, nur der Gürtel fehlt. Vielleicht sollte ich öffter mal rausgehen und Dinge tun...

Hut - Kleiderkreisel
Pulli - Kleiderkreisel
Kleid - Tauschbörse
Schuhe - Kleiderkreisel

PS: Fluoreszierender Topcoat von Essence. Eigentlich total albern, aber irgendwie gefällt es mir, eine total serös wirkende Nagellackfarbe zu tragen aber gleichzeitig zu wissen, dass meine Nägel im Dunkeln leuchten.

Freitag, 14. März 2014

DIY Flanellhemd: Teil 2



Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, ich hatte mich gerade darum gedrückt zu versuchen den komplizierten Teil zu beschreiben. Richtig. Ich hoffe wirklich meine Erklärung wird verständlich, denn auf den Bildern kommt es leider nicht so optimal rüber. 
Aber weiter im Text.

Schritt 5 // Schritt 6
Sobald die Seiten des Hemdes wieder zusammengenäht sind, wird euch auffallen, dass die vorher abgetrennten Ärmel jetzt zu breit für die Armlöcher sind. Die Ärmel müssen also auch noch schmaler werden. Dazu dreht ihr die Ärmel auf links, legt sie am Loch an und markiert dann am Ärmel, wie breit er sein müsste, um reinzupassen. Es ist wichtig, dass der Ärmel dabei flach liegt und Naht die Kante bildet.
Von dem Punkt aus, den ihr markiert habt zieht ihr dann eine Linie bis zur Manschette. Die wird dann abgesteckt und genäht und der überschüssige Stoff wird abgeschnitten. Das ist eigentlich dasselbe Spiel wie bei den Seitenteilen. Jetzt habt ihr also Ärmel, die wieder in die Löcher passen. Jetzt kommt der schwerste Teil, zumindest meiner Meinung nach.

Schritt 7 // Schritt 8

Dreht das Hemd auf links und den Ärmel auf rechts. Das ist super wichtig, denn sonst näht ihr die beiden falsch herum zusammen. Passiert mir jedes Mal mindestens auf einer Seite. Dann schiebt ihr den Ärmel von innen in das Armloch und pinnt die Kanten aufeinander. Nehmt diese kleine Platte (deren Namen ich grade vergessen habe) von eurer Nähmaschine ab, sodass ihr den Ärmel darüber schieben könnt und näht ihn dann fest. Wenn ihr das Hemd dann auf rechts dreht, müsste alles an der richtigen Stelle sein. (Hoffe ich.)
Davon wie ich das ganze Hemd dann kürzer gemacht habe, habe ich keine Bilder gemacht, denn eigentlich muss man ja nur abschneiden und säumen. Schaut euch vorher im Spiegel an, wie kurz ihr das Hemd haben wollt und markiert dann an der Stelle. Das klingt banal, aber meine Faulheit in der Hinsicht ("Nehhhh, hab jetzt keine Lust das wieder anzuprobieren, ich schätze einfach mal ...") hat schon zu viele Kleidungsstücke als Opfer gefordert. 
TA-DAAAA. Fertig.

Professioneller Wardrobe-Selfie zur Illustration.
Ohrringe - H&M
Hose - Joni Jeans (Topshop)
Schuhe - Dr. Martens