Sonntag, 14. September 2014

Walk it! ...or not | Outfit


Es ist ein Wunder! Ich habe ein paar Schuhe gefunden, die mich größer machen und in denen ich vermutlich laufen kann. "Vermutlich", weil ich sie noch nicht oft und lange genug getragen habe, um zu einhundert Prozent ausschließen zu können, dass es nicht doch irgendeine Stelle gibt, die ich mir irgendwie aufribbeln oder einquetschen könnte. So leicht kann ich kein Vertrauen zu einem Schuh fassen, ich bin schon so oft enttäuscht worden und habe mittlerweile praktisch alles, was auch nur im entferntesten einen Absatz hat bei Kleiderkreisel verkauft. Ein paar Schuhe zum Wechseln nehme ich also trotzdem noch mit, bis ich komplett ausschließen kann, dass sie meinem Füßen Böses antun wollen. Ich frage mich echt, woran das liegt, dass ich mit Absatz so unfassbar unfähig bin, aber ich habe meinen Entengang im Verdacht. Dabei kann man das vorliegende Exemplar ohnehin kaum "Absatz" nennen, eher "beschönigtes Plateau". Aber was soll's, besser wird's nicht.


Pulli - Pretty Sucks
Bluse - Land's End
Hose - Asos
Schuhe - Monki




Mittwoch, 10. September 2014

She has a medical degree. In fashion. From France. | Outfit


- "Ich weiß nicht so richtig was ich schreiben soll, beschreib du mal mein Outfit."

- "Hab ich doch schon gesagt, als wir die Fotos gemacht haben, sieht aus wie eine Mischung aus Samurai und Matrose."

Und er hat ja recht, genau so sieht es aus. Das das Culottes* sind und ich den Schnitt gerade total spannend finde und dass sie aus diesem komischen Neopren-Scuba-Stoff sind, der sich super abgefahren anfühlt und dass ich sie so bequem finde und ungewähnlich und herausfordernd und verwirrend, dass kann ihm und den anderen Menschen in meiner Umgebung egal sein. Kaum jemand scheint meine Begeisterung für Formen und Farben und Stoff und Schnitte verstehen, sie sehen nur das "Modepüppi" und verstehen nicht, dass Trend nicht unbedingt bedeutet "Häh, tragen die das jetzt dreimal und im Frühjahr dann nichtmehr weil der Trend rum ist oder was? Das ist ja affig." Die Kleider die ich mag entsprechenen nicht ihren Sehgewohnheiten, glaube ich, und das finden sie nervig. Warum trägt sie das? Das ist doch nicht vorteilhaft. Ihre Beine sehen kurz aus und der Stoff trägt auf. "Modepüppi" und "unvorteilhaft" wiedersprechen sich für sie und das ist gut so. Meine Begeisterung für Mode ist nicht dazu da, um für sie angenehm zu wirken. Sie gehört mir. Matrose und Samurai inklusive. 

*Findet noch jemand, das die keineswegs so aussehen wie das historische Vorbild?


Top - Pop Boutique
Culottes - Asos
Schuhe - Asos




Dienstag, 2. September 2014

Alles außer Tiernahrung | Mädchenflohmarkt


Alles muss raus!
Mit fünfzehn oder sechzehn hatte ich ziemlich genaue Vorstellungen von der perfekten Jeans. Sie müsste hüftig sitzen, Skinnyschnitt, weich und bequem, aber trotzdem einen schönen Po formen, sie sollte Taschen haben, am besten welche, in denen man den obligatorischen Labello nicht sieht und vor allem nicht rutschen. Ich war also auf der Suche nach der -wie sagt Mama immer- eierlegenden Wollmilchsau. Vor allem, wenn man bedenkt, dass hüftiger Sitz und nicht herunterrutschen sich ohnehin schon widerspechen. Zumindest bei meiner Körperform, wo Hosen, die am Po passen grundsätzlich in der Hüfte zu weit sind. Während meiner Suche habe ich mich in gefühlte Tausend Jeans gequetscht und die meisten davon auch noch gekauft. Auf die Idee, einfach mal sowas bequemes wie einen Rock zu tragen, kam ich garnicht. Das war mir zu mädchenhaft, passte nicht zu mir und war überhaupt an meiner Schule nicht gerade sozial aktzeptiert. Alle trugen Jeans. Immer. Und wenn man mal Rock trung, dann sollte der auch aus Jeans sein. 
Hier bin ich also heute, mit einer Unmenge an Jeans, die mit garnicht passen und hundert anderen Sachen, die ich aus diesem oder jenem Grund nicht mehr trage. Dabei hatte ich mir doch vorgenommen, für jedes neue Kleidungsstück ein altes wegzugeben!
Am Sonntag habe ich einen guten Schritt nach vorne gemacht und bin einiges beim Mächenflohmarkt losgeworden. Der Rest wird noch vor dem neuen Semester sortiert und gespendet. Der Platz der in meinem Kleidersschrank entstanden ist, ist auf seltsame Art beruhigend und der Gedanke, dass meine Kleider bei jemandem, der sie auch trägt viel besser aufgehoben sind, auch. 

Unser stand zu Anfang

Schuhe! Die roten High Heels von Iron Fist sind noch in meinem Kleiderkreiselkatalog zu haben.




Freitag, 29. August 2014

Planet of the Pudding Brains | Outfit



Tief einatmen Leute.... Dr. Who ist zurück. (Wem das egal ist, der überspringe den ganzen Abschnitt.) Zur Feier des Tages habe ich mir fürs Kino am Samstag extra ein Clara Oswald-inspiriertes Outfit zusammengestellt. Bubikrägen, Röcke, Stiefelchen, schwarze Strumpfhose - Claras Looks in der Serie sind genau mein Ding. Ich gehöre zu diesen Leuten, die sich über gutes Styling in Serien und Filmen endlos freuen können.
Über den Charakter Clara (also ich mag sie) und den neuen Doctor (mag ich auch) will ich hier ehrlich gesagt gar nicht reden. Nach der Ausstrahlung war ich für etwa fünf Minuten im Doctor Who-Tag bei Tumblr unterwegs und es hat mir ziemlich den Abend verdorben. Kleinkariertes Genörgel hier, kleinkarierte Verschwörungstheorien da, nein, ich will eigentlich nur die Folge genießen und damit hat es sich. Total casual bei mir. Meine Hoffnung ist nur, dass wir uns jetzt wieder auf witzige Aliens konzentrieren können und die Lovestoryness ein bisschen nachlässt. Weil Unpopular Opinion: River Song fand ich total unsympathisch. Die hat sich immer so aufgespielt. 

Für alle denen Doctor Who total Latte ist, eine lustige Anekdote zu diesen Bildern: Es waren nämlich die Ersten, die ich in der Öffentlichkeit alleine mit dem Stativ gemacht habe. Na ja, was heißt Öffentlichkeit, ich habe mich in die seitlichste Seitenstraße gestellt, die ich so finden konnte. Der Junge mit den Beats-Kopfhörern und den Sicherheitsschuhen auf dessen Arbeitsweg meine Seitenstraße lag, fand's trotzdem ziemlich komisch. Danke auch. Vor allem, weil natürlich gerade bei dieser Gelegenheit mein Fernauslöser nicht funktionieren wollte und ich im 12-Sekunden-Selbstauslösertakt ins Bild rennen musste. Ich frage mich immer, ob anderen Bloggern auch so uncoole Sachen passieren oder ob sie wirklich so smooth sind, wie ihre perfekt belichteten, wie zufällig beim Umdrehen aufgenommenen, fairtrade to-go-kaffetrinkenden Snapshots mich Glauben machen wollen. Ist denn bei euch nie schlechtes Wetter? Fällt euch nie fünf Minuten vorm Losgehen auf, dass ihr ja noch Bilder machen wolltet?


Cardigan - Only
Top (eigentlich ein Kleid) - Zara
Rock - Monki
Schuhe - Bianco




Dienstag, 26. August 2014

Flechtkranz für kurze Haare | Tutorial



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Als ich mich im April von meinen langen Haaren verabschiedet habe, habe ich mich gleichzeitig auch innerlich von meinen geliebten Flechtfrisuren verabschiedet. Keine Flechtkränze mehr, kein Gretchenzopf aka Crown Braid. Klar, flechten konnte ich meine Haare immer noch ein bisschen aber die Um-den-ganzen-Kopf-Variante schien erst mal verloren für mich. Was sollte ich denn jetzt tun an Bad-Hair-Days, an denen es zum Beispiel zu windig für einen Hut ist? Also habe ich ausprobiert und geforscht und tatsächlich eine Methode gefunden, meine halblangen Haare so aussehen zu lassen, als könnte ich sie um meinen ganzen Kopf herumflechten. Der Trick ist, zwei Zöpfe zu machen und sie so aussehen zu lassen, als wäre es nur einer. Wenn man das Ganze im Messy-Look macht, kann man die kleine Mogelei super kaschieren. Um die Frisur nachzumachen, solltet ihr einen Bauernzopf flechten können. (Das ist die Art Zopf, bei der man immer wieder Haare zu den drei Flechtsträngen dazunimmt - ich weiß diese Art zu fechten hat viele Namen.)


  1. Zuerst die Haare zu einem tiefen Seitenscheitel abteilen. Dann beginnt ihr, die größere Portion nach hinten zu flechten, bis etwa zur Mitte des Hinterkopfes. 
  2. Wenn ihr dort angekommen seid und noch Haare übrig sind, flechtet den Zopf normal fertig, ohne noch mal Haare dazuzunehmen. Je kleiner der ungeflochtene "Rest" und das Haargummi, desto besser.
  3. Wenn ihr den ersten Zopf fertig habt, beginnt ihr gleich neben dem Ende des letzten Zopfes vom Hinterkopf um die andere Seite wieder nach vorne zu flechten. Der Vorteil, zwei Zöpfe zu machen besteht darin, dass die besonders kurzen Haare am Hinterkopf so nicht so leicht rausrutschen können. Am Besten macht ihr das kopfüber, bis ihr vorne ankommt und keine Haare mehr übrig sind. Den Zopf dann normal beenden.
  4. Jetzt solltet ihr eine lustige Alienfrisur mit einem abstehenden Zopf vorne und einem hinten haben. Das Schlimmste ist überstanden. Hier kommen Bobby-Pins ins Spiel, oder wie auch immer man diese kleinen Haarklammern auf Deutsch nennt. Lockert die Zöpfe ein bisschen auf und zieht den Anfang ein bisschen auseinander, damit ihr quasi ein Loch habt. Darunter schiebt ihr dann das Ende des anderen Zopfes, sodass das Haargummi nicht mehr zu sehen ist. Feststecken. Fertig.
Mini-Gandalf approves.


Freitag, 22. August 2014

Es riecht nach Herbst | Outfit


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Diesen Sommer sollte alles anders werden. Besser. Stylischer. Das hatte ich mir vorgenommen. Schon im April habe ich angefangen auf Flohmärkten und bei Kleiderkreisel nach günstigen Teilen zu suchen, mit denen ich mir eine coole Sommergarderobe zusammenstellen könnte. Im Sommer davor hatten mich meine Sommerkleider ziemlich gelangweilt. Man kann eben auch nicht viel kreativ kombinieren, wenn es überhaupt zu warm ist, mehr als ein bis zwei Kleidungsstücke zu tragen. Shirt und Shorts: irgendwie gequetscht. Rock mit T-Shirt: langweilig. Kleid mit .... Kleid halt: Neh. Also habe ich nach leichten Kimonos gesucht, nach anderen Schnitten und Längen und Sandalen, die nicht aus diesen winzigen Riemchen bestehen, die ich für Fußmord halte. Das hat auch alles super geklappt, nur der Sommer kam nicht. (Bernd das Brot würde sagen: MIST!)

Besonders dieses Blümchenkleid hatte es mir angetan. Tagelang habe ich es in meiner Kleiderkreisel-Favoritenliste angeschmachtet, es schließlich gekauft, gespannt gewartet und es dann in mühevoller Kleinarbeit umgenäht, bis es passte. Seit dem habe ich es etwa zwei Mal getragen. Zu kalt um die Magengegend und das wunderschöne gehäkelte Cut-Out ist genau auf Strumpfhosensaumhöhe.
Seit ein paar Tagen riecht es jetzt sogar schon nach Herbst (riecht ihr das auch?), aber ich möchte das Kleid einfach nicht aufgeben. Damit, meine Sommersachen mit in den Winter zu nehmen tue ich mich zwar immer schwer, versucht habe ich es trotzdem. 



Hut - Pork Pie
Cardigan - via Kleiderkreisel
Kleid - via Kleiderkreisel
Hemd - Land's End
Schuhe - Office





Dienstag, 19. August 2014

Wenn's dir nicht gefällt / mach neu


Warum liegt denn hier eine Druckerpatrone auf dem Boden?

Kannst du mal das verdammte Spiel leiser drehen?

Willst du in die Küche oder an den Schreibtisch?

..... Ich weiß garnicht, ob ich gelb oder orange oder okker mehr hasse. 

Wir sind wieder in dieser Phase angekommen, die ich überhaupt nicht leiden kann. Die Urlaub-Party-Pause-Zeit der Semesterferien ist jetzt endgültig vorbei und vor mir liegen zwei Monate Hausarbeit schreibendes Einsiedlerdasein zwischen meinem okkerfarbenen Schreibtisch in einem orangenen Raum (kann ich einfach nicht mehr sehen) und der 70er-Architektur-Bibliothek mit menschenunwürdigen Sauersoffleveln. Gestört wird mein Einsiedeln lediglich von meinem Freund und wer schonmal gemeinsam in so einer Phase gefangen war, der weiß wie sehr man sich dabei völlig grundlos auf den Zeiger gehen kann.
Es gilt also, etwas zu ändern hier. Jeder braucht seinen eigenen Platz und ich will verdammt noch mal nach fast 10 Jahren Orange (mit 12 fand ich die Idee großartig) endlich weiße Wände! Ich habe so viele Pläne für meine neue Wohnzimmerhälfte. Untern seht ihr schonmal meine gesammelten Inspirationen. Wünscht mir Glück!