Freitag, 24. Oktober 2014

Über ein modisches Rätsel | Outfit


Mode steckt voller kleiner Rätsel. Jedes Bild im Internet, jedes Mädel auf der Straße - kleine Rätsel. Ich blogge immer gerne darüber, was ich an Mode seltsam finde und was ich nicht verstehe, nicht, weil ich dies oder jenes als No-Go bezeichnen würde (es gibt für mich keine No-Gos, aber dass ist eine andere Geschichte) sondern weil ich fasziniert bin, von Dingen, die ich so noch nie getragen habe. 

Das Beispiel des Tages heißt: "Hilfe, hier weht doch der Wind durch!"
Ein paar weite Culottes, Pennyloafer, eine Jacke und einer kuscheliger Schal. High-Waist Jeans, ein gecroppter Pulli, ein Mantel ein Hut. Sieht supercool aus, aber ich habe da ein Problem: Da ist ein Streifen Haut und da ziehts! Bloße Beine/ Bauch?! Wie macht ihr das? Wie haltet ihr das aus? Ich kann, wenn es kalt ist nicht mal meine Fußgelenke entblößen. Sobald ich Handschuhe tragen, darf zwischen Ärmel und Handschuh keine noch so kleine Lücke sein. Meine Mama kann ein Lied davon singen, ich habe als Kind bei Skifahren schon immer genörgelt, wenn die Fäustlinge nicht sorgfältig unter der Jacke festgesteckt waren. Dieser eine kalte Fleck - die absolute Hölle. Dabei sieht es doch so effortless aus. Bei dem Outfit hier hätte ich locker die dicken Socken weglassen können, aber es ging nicht. Viel. Zu. Kalt.


Hut - gefunden
Top - Topshop
Weste - Only
Jeans - Bershka
Boots - Asos


Dienstag, 21. Oktober 2014

I'm over it.



Vergesst alles, was ich bis jetzt über den Jahreszeitenwechsel geschrieben habe, ich habe das Rätsel ein für alle Mal gelöst: Die neue Saison beginnt dann, wenn mir alles was ich im Schrank habe, zum Hals raushängt.
Rational betrachtet sind natürlich all diese Sachen total okay, aber ich denke bekleidungstechnisch zugegebenermaßen nur selten rational (auch wenn ich natürlich rational begründen kann, warum ich diese Stiefeletten oder jene Bluse brauche). Es ist nicht einmal so, dass ich sie nicht mehr schön finde, mir erscheinen nur alle möglichen Kombinationen erschöpft und mir fällt für das Stück nichts Neues mehr ein. Da kommt vor allem Langeweile auf und plötzlich würde ich all die Langeweile am Liebsten gegen Platz eintauschen. Gegen Leere im Schrank. Nichts, was mich von meiner neuen Vision von Outfit XY ablenken kann, schon gar nicht der Gedanke "Aber ich habe schon ein schwarzes Oversize-Top."
Also habe ich einen Kompromiss mit mir gemacht. Einige der Teile wandern zu Kleiderkreisel und wenn ich sie nicht loswerde, dann gebe ich ihnen noch eine Chance. Bis dahin Träume ich von leeren Schubladen.

Mein Gesicht ist dieses Mal leider nicht mit dabei, ich bin um vier Uhr aufgestanden für eine Inventur und so seh' ich auch aus. Warum bin ich überhaupt noch wach?




Donnerstag, 16. Oktober 2014

Kammerzofen-Skills | Outift



Im Vergleich zu allen anderen Maxi-Röcken, die ich habe (ganze zwei!), ist dieser ein eindeutiger Fortschritt. Zum einen - und das ist eigentlich der wichtigste Punkt - kann ich mich darin fortbewegen, ohne mich auf die gefühlte Schrittlänge einer Geisha beschränken zu müssen, zum anderen gibt mir der transparente Stoff nicht das Gefühl ich hätte keine Beine mehr, oder wäre eine Meerjungfrau. Nicht, dass es jetzt falsch wäre, eine Meerjungfrau zu sein, aber alles zu seiner Zeit. Das Meerjungfrau-Feeling gehört dann doch in den Sommer.

Was ich mich allerdings schon eine ganze Weile frage: Wie geht das eigentlich mit dem Treppenlaufen im Maxi-Rock? Hat jemand eine Technik entwickelt, die nicht erfordert, dass ich den so raffe und hochhalte? Da komme ich mir immer vor wie eine Kammerzofe am Hof Louis des wasweißich wievielten.



Schal - Only
Pulli - Primark
Rock - Ragged Priest
Schuhe - Topshop



Samstag, 4. Oktober 2014

Witch-Season | Outfit


Erinnert ihr euch noch an das Midi-Kleid? Diese Bluse ist wie eine Light-Version des Was-trage-ich-zu-dieser-Länge-Dilemmas, nicht cropped aber irgendwie auch nicht lange genug um ordentlich in irgendetwas reingesteckt zu werden. Dauernd renne ich rum wie eine kleine Ente, weil mir die Bluse auf der Rückseite aus dem Rock rutsche. Einfach drüber hängen lassen ist aber auch komisch. Dabei ist sie so niedlich und könnte perfekt kombiniert werden: wenn mir damals nicht jemand die passende Hose zum Set aus meinen Asos-Warenkorb stibitzt hätte. Verdammt, ich hatte doch schon auf "Zur Kasse gehen" geklickt! 

Was sagt ihr eigentlich zu Maxi-Röcken in der kälteren Jahreszeit? Geht? Geht nicht? Und wenn ja wie? Mir gefällt die Idee und ich habe mir gerade ein neues dunkles Modell von Ragged Priest bestellt - für läppische 7,50 Pfund im Sample Sale. Ich habe ja eigentlich das ganze Jahr über öfter mal das Bedürfnis, wie eine Hexe auszusehen, aber jetzt ist sicher die beste Zeit des Jahres dafür. Fühlt ihr auch schon, wie die Geisterwelt sich unserer annähert? Nicht? Dann müssen das wohl meine Hexensinne sein. Oder der Apfel-Geschmack-Overkill.

BCD Generation / ASOS / The Ragged Priest

Top - Pop Boutique
Maxi - Primark
Boots - Asos
 


Mittwoch, 1. Oktober 2014

Einsiedlern | Outfit


Im gleichen Moment, in dem ich es eintippe, kotzt es mich auch  schon an. Uni. Hausarbeit, Literaturrecherche. Darum sollte es auf meinem Blog nicht mehr gehen, das hier ist schließlich meine Freizeit. Das Problem ist nur: gerade ist nicht so viel los in meinem Leben, auch modisch nicht. Wozu auch? Aus dem Haus gehe ich gerade nur, um in die Bibliothek zu fahren und da trage ich Leggings und manchmal sogar Schlappen. Mir doch egal. Zeit habe ich eh nicht, Deadlines hier, Deadlines da. 
Ich habe gar keine Lust so zu tun als wäre mein Leben immer glamourös, mein Essen gesund und ästhetisch arrangiert, meine Bluse perfekt gebügelt und in meiner Tasche mehr als das verschwitzte Handtuch, dass ich eben beim Sport mit hatte. Nope, ich habe heute Frust.
#firstworldbloggerproblems


Mantel - Vero Moda
Bluse - Asos
Hose - Asos
Schuhe - Tamaris

PS: Pennyloafer sind gerade der Shit!


Freitag, 26. September 2014

Clashing Patterns | Outfit


Ich habe ein neues Kleid und es ist etwas ganz Besonderes. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis es bei mir war und das Auspacken hat sich ein kleines bisschen angefühlt wie Weihnachten. Das Päckchen war handbeschrieben und das Kleid in violettes Packpapier eingeschlagen, dass beim Öffnen leise geraschelt hat. Das Geräusch der Vorfreunde.


Ich weiß eine liebevolle Verpackung immer zu schätzen, denn ich finde, dass es Respekt ausdrückt, sich die Zeit zu nehmen, etwas ordentlich zu präsentieren, sowohl vor dem, was verpackt wird, als auch vor dem Empfänger.
Das Kleid, dass ich mir bestellt habe ist von Mod Dolly, einem kleinen Englischen Label, dass handgemachte Kleider im Vintage-Stil verkauft. Ich habe meins im Sale ergattert, aber auch normal finde ich die Preise noch erträglich, denn die Qualität ist wirklich super. Der Stoff wirkt stabil und ist gut verarbeitet und ich bin zuversichtlich, dass es auch nach dem Waschen die Form halten wird. 
Leider war es auf dem Weg nach Deutschland wohl verloren gegangen, denn es hat fast drei Wochen gebraucht. Auf meine Nachfrage hat man mir gesagt, es sei zurückgesandt worden, weil meine Adresse abgerubbelt war. Sie haben es mir dann ohne das ich drauf bestanden hätte, per Eilversand und mit einem Trackingcode zugeschickt.
Das einzige, was mich ein kleines bisschen gestört hat, war, dass die Säume nicht richtig geglättet waren, auf dem Bild unten könnt ihr das sehen. Das habe ich dann aber durch Bügeln recht leicht beheben können. Ich überlege noch, das ganz vielleicht mit einer Naht zu fixieren, damit ich in Zukunft weniger bügelstress damit habe, aber ich bin mir noch unsicher. 
Trotzdem kann ich euch dieses süße Label nur ans Herz legen, wenn ihr den britischen vintage Look mögt und  bereit seid, für "made in England" ein bissen mehr zu zahlen. 

Die Säume vorher und nachher





Hut - H&M
Shirt - H&M
Kleid - Mod Dolly
Schuhe - Asos


Dienstag, 23. September 2014

3 Gründe, warum der Herbst super ist.


Es weht ein kalter Wind. 
Und zwar durch meine noch ziemlich nassen Haare, die ich nach dem Sport nicht so richtig trocken geföhnt habe. Das kann mir aber niemand verübeln, für diese komischen Wandföhns in der Sporthalle, aus denen nur lauwarme Luft kommt und die selbst meine sonst ziemlich störrischen Haare komplett platt föhnen, habe ich einfach keine Geduld. Außerdem habe ich Hunger. Also kämpfe ich mich mit halb nassen Haaren durch die Baustelle, die meine Uni ist, von der Sporthalle zur Mensa und ärgere mich, dass es nicht mehr so spätsommerlich schön ist wie letzte Woche. Ja, Sven Plöger hat mich gewarnt, aber ich war trotzdem zu faul meinen Föhn mitzuschleppen. 
Das Ende vom Lied: Ich habe gefroren und rumgemeckert habe ich auch. Dabei ist der Herbst doch eine meiner Lieblingsjahreszeiten. Gleich nach dem Winter. Warum also diese negative Einstellung, kaum dass mir einmal der Wind ins Gesicht weht? 
Um mich daran zu erinnern, warum ich den Herbst super finde und warum wir uns auf die kommende Jahreszeit freuen sollten, habe ich also ganz im Stil von Buzzfeed eine Liste zusammengestellt über die guten Seiten des schlechten Wetters. (Und "Föhn" auf meine Sporttaschen-Checkliste geschrieben.)

1. heiße Getränke

Schwarzer Tee mit Milch und Chaipulver // fluffiger Milchkaffee mit Apple Pie Geschmack

Seit ich mal in einem Café gearbeitet habe, habe ich meinen Respekt vor dem Kaffee eingebüßt. Das soll nicht heißen, dass ich keinen Kaffee mehr mag, sondern das auch die "Profis" ihre Lattes und Macchiatos auch nur mit Wasser kochen. Ein Milchkaffee enthält einen starken Kaffee und Milchschaum, ein Cappuccino einen Teil Espresso einen Teil Milch und einen Teil Milchschaum. All die verrückten Geschmakssorten enthalten so und so viele Pumpschübe Sirup und von Café zu Café ist das ganze noch mal variabel. Kaffee und Tee sind nicht in Stein gemeißelt und der Herbst ist die richtige Zeit, um mit heißen Getränken herumzuexperimentieren. 
Meinen Tee trinke ich derzeit am Liebsten in dieser Stempel-To-Go-Tasse (links), die ich vor ein paar Wochen bei Tchibo eingesammelt habe. Falls ihr sie noch findet, schlagt zu, Sie ist perfekt für die Zu-spät-Losgeher unter uns, die trotzdem noch einen Weg-Tee brauchen. Tee rein, Wasser drüber, kein Stress mit Brühzeiten und Teebeutelentsorgung. Jetzt kann ich endlich auch losen Tee mitnehmen. Ich fand die Tasse so super, dass ich sie mir gleich noch mal für Kaffee besorgt habe, denn der hinterlässt gerne mal seinen Geschmack in der Tasse. Meine Lieblingssorte ist im Moment ein Schwarztee mit einem bisschen Vanille und ja, ich trinke ihn mit Milch. Zum Süßen nehme ich ein Chai Pulver, das macht den Geschmack interessanter als schnöder Zucker. 
Lernmotivationskaffee schmeckt am besten mit einem kleinen Schuss Sirup, sowie Milch und Milchschaum. Ich probiere grade die Sorte "Apple Pie", geröstete Haselnuss ist aber auch sehr lecker. 

2. Flauschiges
flauschiger Cardigan // flauschiger Pulli // flauschige Söckchen

'Nuff Said.


3. unverhoffte Motivationsschübe 

Behold - der Organisationstick

Seien wir mal ehrlich - wenn das Wetter draußen garstig ist, dann ist die Überwindung drinnen zu bleiben und zu arbeiten auch nicht mehr so groß. Außerdem kann ich zu dieser Zeit wunderbar meine Organisationsticks ausleben, mir drölf Notizbücher kaufen und mir einreden, was für ein organisierter, ordentlicher, pünktlicher und vorbereiteter Student ich doch im Wintersemester sein werde. Was soll das heißen es ist unnormal, drei verschiedene Kalender zu benutzen?! Ich habe ein Problem damit, dass mir Dinge, die ich nicht auf der Stelle aufschreibe, sofort wieder aus dem Kopf purzeln und ein noch viel größeres damit, mir am Ende zu merken, was ich auf welchen Zettel geschrieben habe. Ich habe für alles ein Notizbuch: für Listen, für Sport, für den Blog. Die Herbstruhe vor dem Weihnachtsstress nutze ich dafür, meine Gedanken und Notizen zu ordnen und meine verstreuten Pläne und Ziele einzusammeln und in Reihe zu bringen.