Freitag, 29. August 2014

Planet of the Pudding Brains | Outfit



Tief einatmen Leute.... Dr. Who ist zurück. (Wem das egal ist, der überspringe den ganzen Abschnitt.) Zur Feier des Tages habe ich mir fürs Kino am Samstag extra ein Clara Oswald-inspiriertes Outfit zusammengestellt. Bubikrägen, Röcke, Stiefelchen, schwarze Strumpfhose - Claras Looks in der Serie sind genau mein Ding. Ich gehöre zu diesen Leuten, die sich über gutes Styling in Serien und Filmen endlos freuen können.
Über den Charakter Clara (also ich mag sie) und den neuen Doctor (mag ich auch) will ich hier ehrlich gesagt gar nicht reden. Nach der Ausstrahlung war ich für etwa fünf Minuten im Doctor Who-Tag bei Tumblr unterwegs und es hat mir ziemlich den Abend verdorben. Kleinkariertes Genörgel hier, kleinkarierte Verschwörungstheorien da, nein, ich will eigentlich nur die Folge genießen und damit hat es sich. Total casual bei mir. Meine Hoffnung ist nur, dass wir uns jetzt wieder auf witzige Aliens konzentrieren können und die Lovestoryness ein bisschen nachlässt. Weil Unpopular Opinion: River Song fand ich total unsympathisch. Die hat sich immer so aufgespielt. 

Für alle denen Doctor Who total Latte ist, eine lustige Anekdote zu diesen Bildern: Es waren nämlich die Ersten, die ich in der Öffentlichkeit alleine mit dem Stativ gemacht habe. Na ja, was heißt Öffentlichkeit, ich habe mich in die seitlichste Seitenstraße gestellt, die ich so finden konnte. Der Junge mit den Beats-Kopfhörern und den Sicherheitsschuhen auf dessen Arbeitsweg meine Seitenstraße lag, fand's trotzdem ziemlich komisch. Danke auch. Vor allem, weil natürlich gerade bei dieser Gelegenheit mein Fernauslöser nicht funktionieren wollte und ich im 12-Sekunden-Selbstauslösertakt ins Bild rennen musste. Ich frage mich immer, ob anderen Bloggern auch so uncoole Sachen passieren oder ob sie wirklich so smooth sind, wie ihre perfekt belichteten, wie zufällig beim Umdrehen aufgenommenen, fairtrade to-go-kaffetrinkenden Snapshots mich Glauben machen wollen. Ist denn bei euch nie schlechtes Wetter? Fällt euch nie fünf Minuten vorm Losgehen auf, dass ihr ja noch Bilder machen wolltet?


Cardigan - Only
Top (eigentlich ein Kleid) - Zara
Rock - Monki
Schuhe - Bianco




Dienstag, 26. August 2014

Flechtkranz für kurze Haare | Tutorial



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Als ich mich im April von meinen langen Haaren verabschiedet habe, habe ich mich gleichzeitig auch innerlich von meinen geliebten Flechtfrisuren verabschiedet. Keine Flechtkränze mehr, kein Gretchenzopf aka Crown Braid. Klar, flechten konnte ich meine Haare immer noch ein bisschen aber die Um-den-ganzen-Kopf-Variante schien erst mal verloren für mich. Was sollte ich denn jetzt tun an Bad-Hair-Days, an denen es zum Beispiel zu windig für einen Hut ist? Also habe ich ausprobiert und geforscht und tatsächlich eine Methode gefunden, meine halblangen Haare so aussehen zu lassen, als könnte ich sie um meinen ganzen Kopf herumflechten. Der Trick ist, zwei Zöpfe zu machen und sie so aussehen zu lassen, als wäre es nur einer. Wenn man das Ganze im Messy-Look macht, kann man die kleine Mogelei super kaschieren. Um die Frisur nachzumachen, solltet ihr einen Bauernzopf flechten können. (Das ist die Art Zopf, bei der man immer wieder Haare zu den drei Flechtsträngen dazunimmt - ich weiß diese Art zu fechten hat viele Namen.)


  1. Zuerst die Haare zu einem tiefen Seitenscheitel abteilen. Dann beginnt ihr, die größere Portion nach hinten zu flechten, bis etwa zur Mitte des Hinterkopfes. 
  2. Wenn ihr dort angekommen seid und noch Haare übrig sind, flechtet den Zopf normal fertig, ohne noch mal Haare dazuzunehmen. Je kleiner der ungeflochtene "Rest" und das Haargummi, desto besser.
  3. Wenn ihr den ersten Zopf fertig habt, beginnt ihr gleich neben dem Ende des letzten Zopfes vom Hinterkopf um die andere Seite wieder nach vorne zu flechten. Der Vorteil, zwei Zöpfe zu machen besteht darin, dass die besonders kurzen Haare am Hinterkopf so nicht so leicht rausrutschen können. Am Besten macht ihr das kopfüber, bis ihr vorne ankommt und keine Haare mehr übrig sind. Den Zopf dann normal beenden.
  4. Jetzt solltet ihr eine lustige Alienfrisur mit einem abstehenden Zopf vorne und einem hinten haben. Das Schlimmste ist überstanden. Hier kommen Bobby-Pins ins Spiel, oder wie auch immer man diese kleinen Haarklammern auf Deutsch nennt. Lockert die Zöpfe ein bisschen auf und zieht den Anfang ein bisschen auseinander, damit ihr quasi ein Loch habt. Darunter schiebt ihr dann das Ende des anderen Zopfes, sodass das Haargummi nicht mehr zu sehen ist. Feststecken. Fertig.
Mini-Gandalf approves.


Freitag, 22. August 2014

Es riecht nach Herbst | Outfit


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Diesen Sommer sollte alles anders werden. Besser. Stylischer. Das hatte ich mir vorgenommen. Schon im April habe ich angefangen auf Flohmärkten und bei Kleiderkreisel nach günstigen Teilen zu suchen, mit denen ich mir eine coole Sommergarderobe zusammenstellen könnte. Im Sommer davor hatten mich meine Sommerkleider ziemlich gelangweilt. Man kann eben auch nicht viel kreativ kombinieren, wenn es überhaupt zu warm ist, mehr als ein bis zwei Kleidungsstücke zu tragen. Shirt und Shorts: irgendwie gequetscht. Rock mit T-Shirt: langweilig. Kleid mit .... Kleid halt: Neh. Also habe ich nach leichten Kimonos gesucht, nach anderen Schnitten und Längen und Sandalen, die nicht aus diesen winzigen Riemchen bestehen, die ich für Fußmord halte. Das hat auch alles super geklappt, nur der Sommer kam nicht. (Bernd das Brot würde sagen: MIST!)

Besonders dieses Blümchenkleid hatte es mir angetan. Tagelang habe ich es in meiner Kleiderkreisel-Favoritenliste angeschmachtet, es schließlich gekauft, gespannt gewartet und es dann in mühevoller Kleinarbeit umgenäht, bis es passte. Seit dem habe ich es etwa zwei Mal getragen. Zu kalt um die Magengegend und das wunderschöne gehäkelte Cut-Out ist genau auf Strumpfhosensaumhöhe.
Seit ein paar Tagen riecht es jetzt sogar schon nach Herbst (riecht ihr das auch?), aber ich möchte das Kleid einfach nicht aufgeben. Damit, meine Sommersachen mit in den Winter zu nehmen tue ich mich zwar immer schwer, versucht habe ich es trotzdem. 



Hut - Pork Pie
Cardigan - via Kleiderkreisel
Kleid - via Kleiderkreisel
Hemd - Land's End
Schuhe - Office





Dienstag, 19. August 2014

Wenn's dir nicht gefällt / mach neu


Warum liegt denn hier eine Druckerpatrone auf dem Boden?

Kannst du mal das verdammte Spiel leiser drehen?

Willst du in die Küche oder an den Schreibtisch?

..... Ich weiß garnicht, ob ich gelb oder orange oder okker mehr hasse. 

Wir sind wieder in dieser Phase angekommen, die ich überhaupt nicht leiden kann. Die Urlaub-Party-Pause-Zeit der Semesterferien ist jetzt endgültig vorbei und vor mir liegen zwei Monate Hausarbeit schreibendes Einsiedlerdasein zwischen meinem okkerfarbenen Schreibtisch in einem orangenen Raum (kann ich einfach nicht mehr sehen) und der 70er-Architektur-Bibliothek mit menschenunwürdigen Sauersoffleveln. Gestört wird mein Einsiedeln lediglich von meinem Freund und wer schonmal gemeinsam in so einer Phase gefangen war, der weiß wie sehr man sich dabei völlig grundlos auf den Zeiger gehen kann.
Es gilt also, etwas zu ändern hier. Jeder braucht seinen eigenen Platz und ich will verdammt noch mal nach fast 10 Jahren Orange (mit 12 fand ich die Idee großartig) endlich weiße Wände! Ich habe so viele Pläne für meine neue Wohnzimmerhälfte. Untern seht ihr schonmal meine gesammelten Inspirationen. Wünscht mir Glück!


Samstag, 9. August 2014

Gefühlter Minimalismus



"Total schön, aber irgendwie auch langweilig.... ist sicher Kunst." 
Das ist es, was ich mir oft denke, wenn ich mir Modenschauen im Internet ansehe oder diese über-ästhetisierten Editorials, die man manchmal in den Magazinen unter obskuren Titeln vor die Augen geworfen bekommt. Es reizt mich nicht, weil weder etwas wirklichTragbares dabei ist, dasr sich vor meinem inneren Auge in Outfit-Inspiration umwandelt, noch ist es so provokant, dass es mich zum Nachdenken bewegt. Das ist der Grund, warum ich mehr an Streetstyle ineressiert bin und damit an Einflüssen, die nicht völlig von Mega-Brands kontrolliert sind. (Auch wenn der gegenseitige Einfluss trotzdem immer vorhanden ist, schon klar.) Es gab aber allem Anschein nach auch eine Zeit in der Mode, die voller Experimentierfreude und weniger größenwahnsinnig war. Zumindest hat mir das eine Arte-Doku so vermittelt, die mich wahnsinnig inspiriert hat. Besonders Yohji Yamamoto hat es mir angetan, auch wenn ich mir vermutlich nie etwas von ihm werde leisten können. Die Monki-Bluse in diesem Outfit ist also sozusagen meine Hommage an den Minimalismus der Neunziger.



Bluse - Monki
Rock - Asos
Boots - Asos
Sonnenbrille - Ray Ban


Übrigens: Mich gibt es jetzt auch bei Facebook.

Freitag, 1. August 2014

Girl vs Dress


Dieses Kleid ist meine Nemesis. Der Antagonist. Mein kosmischer Gegenspieler. Der Feind in meinem Kleiderschrank. Es hängt ganz unauffällig und schüchtern an seinem Bügel und tut so schlicht und tragbar, aber sobald ich es mir über den Kopf ziehe, den Zipfel aus dem Bund meiner Strumpfhose befreie und vor den Spiegel trete, beginnt unser Kampf. Es will sich einfach nicht kombinieren lassen und ich will einfach nicht aufgeben. Manchmal besiege ich es, indem ich einen Pulli drüberziehe oder einen Knoten an die Seite mache, aber dann habe ich immer das Gefühl zu schummeln, schließlich habe ich ein Midikleid gekauft, keinen Rock und auch kein High-Low Kleid. Ich habe das Kleid schon zwei Mal auf dem Blog gezeigt, weil es mir einfach keine Ruhe lässt (1) (2). Der zweite Look ist ein ziemlicher Tiefschlag wenn ihr mich fragt. 

Heute folgt also Versuch Nummer drei mit dem Kleid-Feind und ich bilde mir ein, so langsam die Oberhand zu gewinnen. Sind meine Beine vielleicht wirklich nur zu kurz? Das will ich nicht akzeptieren. 
Was meint ihr?


Kleid - Asos
Hut - H&M
Bluse - Primark
Rucksack - Pieces
Schuhe - Juju


Der Rucksack ist übrigens der Salekauf meines Lebens, so viel Glück hatte ich noch nie. Normalerweise klicke ich nie die Google Ads, aber in diesem einen Moment muss mir so langweilig gewesen sein, das ich es doch getan habe. Ich bin im Onlineshop von Pieces gelandet und der Rucksack war von 139€ auf knapp 50€ reduziert. So schnell habe ich selten "Zur Kasse gehen" geklickt.


Montag, 28. Juli 2014

Weitsicht.



Ich atme tief durch, dann nehme ich die Decke aus der Tasche und breite sie auf der Wiese aus. Es ist der erste Abend seit Monaten, an dem ich mir freinehme und an nichts Böses denken will. Es ist warm, aber nicht heiß und von dieser Stelle kann man den Blick kilometerweit schweifen lassen. Die Welt fühlt sich weiter, größer, ruhiger an als unten in der Stadt. Hier oben war ich noch nie und das macht es leichter, sich vorzustellen man sei im Urlaub.

Keine zwei Sekunden nachdem ich mich auf der Decke niedergelassen habe fällt mir der erste Regentropfen auf die Nase. War ja klar. "Hört bestimmt gleich auf", sagt er, "Ich glaub die Wolken ziehen weg". Also für mich sehen die nicht aus als hätten sie vor irgendwo hinzuziehen.

An und für sich beschreibt diese Szene die letzten paar Monate ganz gut: Kaum hat man mal durchgeatmet und sich hingesetzt, wirft Petrus einem das nächste Problem vor die Füße. Der Regen ist in diesem Fall eine Metapher für die (Uni-) Bürokratie. Die knallen einem aber eher "Geht nicht", "Können wir Ihnen nicht helfen", "Kollegin ist krank" oder gar "Das ist Ihr Problem" vor die Füße. Denkste. Aber genau wie der Regenschauer über meinem Picknick scheint auch dieses Kapitel fürs Erste überstanden. Hoffentlich.